Gesundheit

Erkältungsheld Engelwurzbalsam

01. 07. 2021

Wie ein Balsam unsere Schnupfennächte heilte.

Gerade am Anfang seines jungen Lebens wurde unser kleiner Grünspatz von lästigen Erkältungen geplagt. Die unter Tags schon lästige Schnupfnase mutierte in der Nacht zu einem absoluten Ein- und Durchschlafkiller. Und wie wir alle wissen, ist der Schlaf der jungen Eltern heilig. Es musste also ein Wundermittel her, das nichts mit abschwellenden Nasentropfen zu tun hat. In meinem Kopf geisterte dabei ein Wundermittel der Natur – der Engelwurzbalsam – schon länger herum. Ich tat also das, dass ich bei der Suche nach Wundern immer mache: Ich recherchierte.

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Engelwurz? Was ist das eigentlich?

Neben unzähligen Tipps zu den rotzigen Nasen unserer Kleinsten lies mich vor allem ein Produkt nicht mehr los – der Engelwurzbalsam. Nicht nur das Wort „Engel“ machte die Sache sympathisch – hinter dem wohlklingenden Namen steckt ein Meister der Natur: die Engelwurz. Und der Name ist tatsächlich Programm. Glaubt man der Überlieferung hat ein Engel sie in Zeiten großer Not als Heilmittel zur Erde gesandt.

Ursprünglich aus dem Norden Europas stammend, nistete sich das wundersame Pflänzchen im 14 Jhdt. in den Klostergärten Mitteleuropas ein. Seine Verwendung reicht von der Volksmedizin bis zur modernen Phytotherapie, vom Schutz vor der Pest bis zum Magentherapeutikum. Kein Wunder also, das der Doldenblütler seit fast 500 Jahren einen Stammplatz in den Kräuterbüchern Europas hat.

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Aufgrund ihres bitteren Geschmacks wirkt die oft auch als „Angelikawurzel“ bezeichnete Pflanze bei Erwachsenen pur gegen Appetitlosigkeit, Völlegefühl und Blähungen.

Engelwurzbalsam – die Erfindung einer Hebamme

Wer, wenn nicht die Hebamme Ingeborg Stadelmann ist in Sachen Pflege & Versorgung kleiner, leidgeprüfter Rotznasen die beste Ansprechperson. Vielen Müttern – so auch mir – ist sie durch ihren Bestseller „Die Hebammen-Sprechstunde“ bekannt, der zu den meistverkauften Ratgebern für Schwangere und Stillende zählt.

Bei der Mixtur ihres Wunderbalsams vertraute sie aber nicht nur der Kraft der namengebenden Engelwurz. Jede Menge andere Wunderwaffen der Natur helfen die Nasen unserer kleinen Knöpfe wieder atmen zu lassen. Je nach Hersteller ist der wohlriechende Balsam eine fein abgestimmte Kombination aus Johanniskraut, Majoran, Thymian, Sheabutter, Bienen- und Wollwachs. Die jeweilige Zusammensetzung bleibt aber oft Betriebsgeheimnis.

Engelwurzbalsam im Praxistest

Als der Engelwurzbalsam in unsere Hausapotheke wanderte, war der Grünspatz 3 Monate alt. Wie bei jedem Pflegeprodukte testete ich den Balsam zuallererst mal an meiner eigenen Nase. Und das war gut so. Denn ich stellte fest, dass wirklich schon eine ganz geringe Menge des wohlriechenden Balsams wohlig durch die Nase pfeift. Auch der nächste Schritt ist bei uns bei neuen Pflegeprodukten Pflicht: Bevor der Balsam auf die Nase kam, testete ich die Verträglichkeit mit einer kleinen Menge in der Grünspatz Armbeuge. Auch diesen Test, nach 24 Stunden abwarten, bestanden!

Seitdem läuft der Einsatz des Balsams bei uns immer gleich: Schon beim ersten Anflug einer Rotznase tupfe ich den Balsam vor dem Schlafen gehen links und rechts auf die Nasenflügel. Ihr werdet schnell merken, dass schon eine kleine, zwischen den Fingern verriebenen Menge, dafür völlig ausreichend ist.

Wie immer wichtig:
Ein paar Tipps

  • Anwendung: Bei Säuglingen bis zum 6. Lebensmonat sollte der Balsam sehr sparsam angewendet werden. Wir haben den Balsam im 4. Lebensmonat ohne Problem auf der Nase angewendet. Das ist aber von Grünspatz zu Grünspatz verschieden. Bei Babys unter 3 Monaten genügt es auch, etwas Balsam auf ein Tuch zu geben und mit ins Bett zu legen. Darf natürlich auch von Mama, Papa, Oma, Opa und allen anderen Verwandten verwendet werden.
  • Haltbarkeit: Die Wirkung des Balsams macht seine Mischung an ätherischen Ölen aus. Diese sind maximal drei Jahre haltbar. Sollte der Balsam also aus den Tiefen von Omas Apotheke geholt werden, unbedingt das Ablaufdatum prüfen und gegebenenfalls eine neue Tube holen. Das gilt natürlich auch, wenn euch an der Konsistenz des Balsams Veränderungen auffallen – sich zum Beispiel das Öl abgesetzt hat. Hier sollte man sich nie spielen und einen geöffneten Balsam möglichst zeitnah verbrauchen.
  • Zu guter Letzt: Bei akuten Erkältungen sollte man IMMER bei einem Arzt vorstellig werden. Denn mehr als überall anders gilt hier: Sicher ist sicher!

Achtung, Achtung: Nicht angewendet werden sollte Engelwurzbalsam über längere Zeit oder direkt bevor man sich dem Tageslicht aussetzt, außerdem bei bekannter Unverträglichkeit gegen einen der Bestandteile oder verwandte Pflanzen.

Grünspatzs Produktempfehlung:
homedi-kind® Engelwurzbalsam

Ich habe den Balsam für unseren Knopf Ende letzten Jahres in der Apotheke gekauft und habe mit der Marke super Erfahrungen gemacht. Das Vorarlberger Familienunternehmen hat mit der Marke homedi-kind® ganz besondere Pflegeprodukte für die sensible Kinderhaut unserer Knöpfe geschaffen. Außerdem lohnt sich ein Besuch der Website – die Geschichten zu deinen einzelnen Produkten sind unglaublich lieb und gut geschrieben.

Gute Besserung ihr kleinen Wunder!

PS: Zum Thema “Schnupfen” gibt es für alle leidgeprüften Grünspatz-Eltern in unserem Artikel “Oje, die Nase” weitere Tipps.

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