Gesundheit

Oje, der Husten…

06. 09. 2021

Hustentipps für unsere Grünspatzen.

Da ist sie also wieder: die von vielen Grünspatz-Mamas & Papas so gehasste Erkältungszeit. Das Wetter wird nass und kalt und neben den Wiener “Maroni-Standlern” haben auch Erkältungsviren Hochsaison. Schnupfen, Husten und alle unangenehmen Begleiterscheinungen einer Erkältung können unseren Grünspatzen ganz schön zu schaffen machen. Die gute Nachricht: Für Linderung hat die Natur ein breites Repertoire an Helferchen parat. Was speziell bei Husten hilft und was Grünspatz-Eltern für die rasselnden Knöpfe tun können, darum geht es heute.

Husten, was passiert da eigentlich?

Was wir Grünspatzen-Eltern gemeinhin als Husten verstehen, ist eigentlich ein ziemlich schlauer Reflex unseres Körpers: Denn, wenn die Nervenenden im Hals, der Luftröhre oder den Lungen Reize wahrnehmen, stoßen wir – und natürlich auch unsere Grünspatzen – reflexartig Luft aus. So gelangen Dinge, die für unseren Körper dort nicht hingehören, wieder nach außen. In Zeiten einer Erkältung – wenn Grünspatzen also von einem Infekt der oberen Luftwege geplagt werden – dreht es sich hier meistens um Schleim bzw. Sekret, das aus dem Körper möchte.

Das Immunsystem unserer Grünspatzen muss wachsen, wie sie selbst. Deshalb sind Babys & Kinder leider sehr anfällig für virale und bakterielle Infekte. Werden die Knöpfe also von einer Erkältung geplagt produziert der Körper vermehrt Sekret um die bösen Krankheitserreger wieder loszuwerden. Dieser Schleim legt sich auf die Atemwege, löst einen Reflex aus und muss abgehustet werden. Husten ist also eine durchwegs schlaue Einrichtung: Er hält die Atemwege frei und befördert Keime aus dem Körper. Angenehm ist das nicht. Das wissen auch wir Grünspatz-Eltern. Die Wunderkiste “Mutter Natur” muss also helfen.

Oje, die Nase: Oft gehen Erkältungen unserer Grünspatzen auch mit Schnupfen einher. Für all jene Grünspatz-Mamas & ‑Papas, denen natürlich einfach lieber ist, gibt es hier Hilfe.

Wie lange dauert das & wann zum Arzt?

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Leider gibt es eine Vielzahl an Erkrankungen, die bei unseren Grünspatzen Husten auslösen können. In meinem Artikel heute dreht sich alles um die Linderung von Husten, der durch einen Virusinfekt – also eine Erkältung – verursacht wird. Infekte wie diese verlaufen bei den meisten Grünspatzen unproblematisch ab und der Kampf des Immunsystems gegen die fiesen Angreifer sollte nicht länger als 1–2 Wochen dauern.

Wie immer gilt aber auch hier: Als Grünspatz-Mama oder ‑Papa kennt ihr eure Kinder am besten. Der Weg zum Arzt ist also dann angebracht, wenn ihr ein komisches Gefühl habt, der Grünspatz fiebert oder der Husten einfach nicht besser werden will. Mit ernsthaften Symptomen sollte man sich nicht spielen und sich beim Arzt absichern.

Und was hilft jetzt bitte?

Tipps für die natürliche Unterstützung bei Husten unserer Grünspatzen gibt es wie Taschentücher in einer Tempo-Box. Die von mir nun folgenden Helferchen sind selbst erprobt, wurden schon bei mir erprobt, als ich noch ein kleiner Grünspatz war oder sind schlicht und ergreifend erprobenswert. Vielleicht fühlt ihr euch mit dem einem Tipp sehr wohl und könnt dem anderen nichts abgewinnen. Das ist total verständlich und wurde auch von mir nicht anders gehandhabt. Ich zum Beispiel konnte dem Thema “Brustwickel” noch nicht so viel abgewinnen und fahre bisher gut mit anderen Wegen.

Was aber auf alle Fälle gilt: Es lohnt sich einem alternativen Weg eine Chance zu geben und eure Grünspatzen ganz natürlich zu unterstützen.

1. Die gute, alte Hühnersuppe

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Seit Generationen vertrauen Grünspatz-Omas auf die Kraft von Hühnersuppe. Und auch mir wurde, von der immer so liebevollen Grünspatz-Mami, bei jedem Anflug einer Erkältung die wohlig-warme Kraftbrühe serviert. Auch wenn es wissenschaftlich leider (noch) wenige Beweise gibt, die Wirkungsweise einer Hühnersuppe ist phänomenal: Laut einer amerikanischen Studie hemmen die Inhaltsstoffe der Hühnersuppe die weißen Blutkörperchen. Diese wiederum sind nachweislich an einem Erkältungsprozess und der damit einher gehenden Entzündung beteiligt.

Und sie kann noch so viel mehr: Die kräftigende Suppe spendet dem Körper unserer Grünspatzen Flüssigkeit, Wärme und so wichtige Stoffe wie Vitamine, Zink und Eisen, mit denen die kleinen Immunsysteme gestärkt und der Heilungsprozess unterstützt wird. Außerdem sind Suppen ganz allgemein eine großartige per Mahlzeit für unsere Grünspatzen.

2. Das Klima machts

Die für die Jahreszeit ganz typischen, trockenen & geheizten Räume machen unseren Grünspatzen das Atmen zusätzlich schwer. Schon beim kleinsten Anflug einer Erkältung verwandeln wir unser Schlafzimmer deshalb in ein feuchtes Biotop. Alles, was feucht ist, kommt rein: die Wäsche, nasse Handtücher über die Heizung, nasse Spucktücher ans Bett.

Der stolzeste Vater von allen hat mit einem Spucktuch & Kluppen außerdem einen kleinen Himmel am Gitterbett gebastelt. Natürlich auch feucht. Mit einem kleinen Thermostat – super günstig online gekauft und völlig ausreichend – kontrollieren wir vor dem zu Bett gehen und während des Schlafens Temperatur & Luftfeuchtigkeit. Wir fahren gut mit ca. 18° und 50 % Luftfeuchtigkeit. Aber auch hier gilt: Jeder Grünspatz ist anders und braucht es entsprechend kalt oder warm.

3. Prost & trinken was das Zeug hält!

Flüssigkeit ist für unsere Grünspatzen enorm wichtig – vor allem, wenn sie von einer Erkältung und Husten geplagt werden. Denn: Die Flüssigkeit hilft dem Körper den festsitzenden Schleim zu lösen. Neben Wasser bekommt der Grünspatz bei den ersten Anzeichen einer Erkältung zusätzlich auch unsere Brummelbrust. Der Tee wirkt schleimlösend und/oder Husten stillend und ist somit die ideale Begleiter in Erklärungszeiten. Wenn eure Grünspatzen schon über einem Lebensjahr sind, könnt ihr den Tee auch mit etwas Honig süßen.

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4. Tausendsassa “Zwiebel”

Für viele von euch wahrscheinlich gar nicht neu: Die Zwiebel als DAS Hausmittel bei Erkältungskrankheiten. Die Zwiebel enthält ätherische Öle, die stark schleimlösend, entzündungshemmend, keimtötend und immunstärkend wirken. In ihrer Anwendung ist sie so vielfältig wie ihr Zwiebelkleid. Einen kleinen Auszug ihrer Wirkungsstätten bekommt ihr jetzt.

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Ich bin großer Fan des “Zwiebelhustensafts” da ich mit den anderen Anwendungen aufgrund des starken Zwiebelgeruchs im Schlafzimmer nicht so gut umgehen konnte.

  • Zwiebelhustensaft: Einfach eine Zwiebel klein hacken, in ein Glas/Tasse/Schale mit 2 EL Honig füllen und ziehen lassen. Ich stelle das Schraubglas gerne auf die Heizung. So nutzt man eine Energiequelle und vermeidet Dönerstand-Geruch durch den praktischen Verschluss. Nach ein paar Stunden kann man den Saft, der sich gebildet hat auffangen & 3x täglich einnehmen. Im Kühlschrank kann der Saft 2 Tage aufgehoben werden.
    Achtung: Aufgrund des Honigs darf der Saft erst nach dem 1. Lebensjahr genommen werden. Unser nächster Tipp darf dafür schon bei den Kleinsten helfen!
  • Zwiebelsäckchen: Auch hier schneidet man die Zwiebel in Stücke und füllt sie anschließend in ein Stoffsäckchen (Waschlappen, Schuhsack, alte Socke, etc.). Dieses einfach mit Faden oder Gummiband verschließen und in der Nähe des Bettchens der kleinen Grünspatzen anbringen. Wir haben dazu einfach eine Kluppe verwendet und das Säckchen an den Stäben des Gitterbetts am Fußende montiert. Sollten eure Grünspatzen schon mobiler sein und Gefahr bestehen, dass die kleinen Entdecker mit dem heilenden Säckchen spielen, einfach an einem sicheren Ort in der Nähe des Bettes verwahren.
    Gut zu wissen: Das Säckchen hinterlässt einen wohligen Zwiebelgeruch im ganzen Raum. Wer damit gar nicht kann, sollte besser auf einen anderen Helfer zurückgreifen.
  • Zwiebelsocken: Die Zwiebelsocken habe ich selber noch nicht probiert. Unser Grünspatz ist dafür – aufgrund seines Alters – einfach noch zu mobil. Die Wirkungsweise kann sich aber durchaus sehen lassen: Warme Zwiebelscheiben auf den Fußsohlen fördern in Erkältungszeiten die Durchblutung und wirken reflektorisch auf den ganzen Körper. Eine super Anleitung habe ich hier gefunden: Zwiebelsocken (Aufgepickt auf: www.kinderhausmittel.com)

5. Hustensaft

Natürliche Hustensäfte können von uns Grünspatz-Eltern ganz leicht auch selber hergestellt werden. Wer sich hier probieren will, für den haben wir folgende Empfehlungen von anderen, tatkräftigen Blogger-Mamas. Ob Maiwipferl, Rettich oder Thymian – unter den Links werdet ihr fündig:

Wer die Sache ein wenig pragmatischer angehen möchte, bekommt – wiedermal – bei Sonnentor eine käufliche Alternative: den Kutz Wipferl Sirup.

6. Thymian-Myrte-Balsam

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Bei Erkältungen des Grünspatzes habe ich zwei Dinge immer bei der Hand: Engelwurz & Thymian Myrte-Balsam. Wo die Engelwurz bei der Nase hilft, hilft Thymian und Myrte bei Husten & Erkältungen. Wir vertrauen hier auf ein Produkt der Kemptener Bahnhofs-Apotheke. Der Balsam ist eine entspannende & wohltuende Pflege und kann dünn aufgetragen auf Brust & Rücken den Schlaf der kleinen Grünspatzen positiv unterstützen.

Der Balsam ist für Grünspatzen ab dem 3. Monaten geeignet. Unter 5 Monaten sollte er aber nur am Rücken angewendet werden. Bevor wir den Balsam zum ersten Mal angewendet haben, habe ich die Verträglichkeit in der Armbeuge des Grünspatzen geprüft. 24h später gab es grünes Licht für den wohltuenden Balsam.

7. Heiße Milch mit Honig

Ähnlich der Zwiebel ist auch Honig ein altbewährtes Rezept bei Husten- und Erkältungskrankheiten. Auch in meiner Familie. Die klassische “Milch mit Honig” ist bei uns seit langem ein treuer Begleiter bei allen möglichen Wehwehchen. Honig wirkt entzündungshemmend, beruhigend und kann das Wachstum von Krankheiten in den oberen Atemwegen reduzieren. Der süße Nektar ist somit ein richtiger Viren-Killer und liebkost gereizten Schleimhäute.

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Aber Achtung: Honig dürfen Grünspatzen erst ab dem 1. Lebensjahr zu sich nehmen. Außerdem bitte unbedingt darauf achten, wo der Honig herkommt und wie mit den Bienen umgegangen wurde.

8. Kuscheln, kuscheln, kuscheln

Was für uns Grünspatzen-Eltern sicherlich selbstverständlich ist: Gerade in Momenten von Krankheit & Schmerz gehört mehr denn je gekuschelt. Durch die körperliche Nähe schütten die Gehirne unserer Grünspatzen nämlich Oxytocin aus. Das Bindungshormon stärkt unser Immunsystem und sorgt für körperliches und seelisches Gleichgewicht. Und das auch und vor allem bei unseren Grünspatzen.

Gute Besserung ihr kleinen Wunder!

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