Ein Duft zum Schlafen

Ätherische Öle für friedliches Schlummern. 

Es gibt wohl kaum ein The­ma, das jun­ge Grün­spat­zen-Mamas & ‑Papas so beschäf­tigt wie der Schlaf der klei­nen Erden­bür­ger. Auch bei uns sorgt das woh­li­ge Schlum­mern noch 15 Mona­te nach dem ers­ten, lau­ten Schrei des Grün­spat­zen immer wie­der für Gesprächs­stoff. Was habe ich nicht alles gele­sen, pro­biert, ver­wor­fen und wie­der auf­ge­grif­fen.

Ein The­ma war mir bis vor Kur­zem aber noch neu bzw. ließ mich wie­der mal eine Fra­ge nicht los: Kön­nen äthe­ri­sche Öle den Schlaf unse­rer Grün­spat­zen beein­flus­sen und was bewirkt „Aro­ma­the­ra­pie“ bei den klei­nen Knöp­fen eigent­lich? Seit Men­schen­ge­den­ken wer­den die hei­len­den Flüs­sig­kei­ten gewon­nen. Umso wich­ti­ger also das Wis­sen & die Ver­wen­dung am Leben zu erhal­ten. Auch für unse­re Grün­spat­zen. 

Ätherisches Öl, was ist das überhaupt? 

Ganz grund­sätz­lich wer­den äthe­ri­sche Öle aus Pflan­zen gewon­nen. Dass die grü­nen Hel­den die­se Stof­fe besit­zen, ist noch dazu ziem­lich schlau. Die in den unter­schied­li­chen Tei­len der Pflan­ze ent­hal­te­nen Öle braucht die­se näm­lich um sich in ihrer Umwelt zu behaup­ten. Sie schüt­zen vor Schäd­lin­gen, locken mit ihren Duft­stof­fen Insek­ten an oder beschüt­zen sie vor Krank­hei­ten. Ganz wun­der­ba­re Eigen­schaf­ten, die auch bei uns Men­schen wir­ken kön­nen. Das mar­kan­tes­te Merk­mal der Öle – die übri­gens gar kein Fett ent­hal­ten – ist sicher­lich ihr Duft. Auf­grund der unter­schied­li­chen Zusam­men­set­zun­gen der Inhalts­stof­fe kön­nen äthe­ri­sche Öle aber noch so viel mehr als nur gut rie­chen: ent­span­nen, aus­glei­chen, anre­gen, die Stim­mung auf­hel­len und eben auch beru­hi­gen

So wirken ätherische Öle.
Auch über die Nasen unserer Grünspatzen. 

Äthe­ri­sche Öle besit­zen die Kraft sowohl unse­ren Kör­per als auch unse­ren Geist posi­tiv zu beein­flus­sen. Was hier jetzt eso­te­risch klingt, ist natür­lich auch wis­sen­schaft­lich bewie­sen. Nimmt man äthe­ri­sche Öle über die Atmung auf, dann gelan­gen die Duft­stof­fe über den Riech­kol­ben – der sitzt in den klei­nen Stups­na­sen der Grün­spat­zen – in das lim­bi­sche Sys­tem des Gehirns. In die­sem Teil unse­rer Denk­zen­tra­le wer­den Emo­tio­nen, Trie­be, Refle­xe und auch Erin­ne­run­gen gespei­chert und aus­ge­löst. Auch unser vege­ta­ti­ves Ner­ven­sys­tem, das zum Bei­spiel die Steue­rung unse­rer inne­ren Orga­ne über­nimmt, wird dort beein­flusst.

Durch die Akti­vie­rung mit äthe­ri­schen Ölen wer­den Boten­stof­fe und Hor­mo­ne aus­ge­schüt­tet. Äthe­ri­sche Öle wir­ken also auf die Gehir­ne unse­rer Grün­spat­zen. Und das kann doch auch beim The­ma Schlaf nicht falsch sein – fin­de ich zumin­dest.

Wie verwenden wir ätherische Öle im Schlafzimmer? 

Wenn es um die Anwen­dung von äthe­ri­schen Ölen und das The­ma „Schlaf“ geht, dann ver­wen­den wir die Öle bis dato nur um die Raum­luft zu „beduf­ten“. Nach­dem Babys & Klein­kin­der auf die Öle sehr stark reagie­ren kön­nen, möch­te ich hier kein Risi­ko ein­ge­hen und fah­re mit die­ser Metho­de sehr gut. Wir haben dafür einen Duftstein in der Nähe des Betts des Grün­spat­zen instal­liert, den ich bei einer mei­ner Lieb­lings­mar­ken “Grü­ne Erde” gekauft habe. Die Duftstei­ne, Wür­fel & Lam­pen sind näm­lich optisch schön und das ist mir als Grün­spatz-Mama wich­tig. Wel­che Vari­an­te man hier wählt, ist Geschmack­sa­che. Ich woll­te kei­nen zusätz­li­chen Strom im Schlaf­zim­mer und habe mich auch mit „Feu­er“ (für Duft­lam­pen braucht man meist ein Tee­licht) nicht wohl­ge­fühlt. Auch eine Beduf­tung über einen Dif­fu­ser war für mich kei­ne Opti­on, da der Raum hier dau­er­haft beduf­tet wird. 

Die Anwen­dung mit Duftstein oder Wür­fel ist ein­fach und unkom­pli­ziert: Ein­fach den Stein oder Wür­fel mit 1–2 Trop­fen des aus­ge­such­ten Öls beträu­feln, fer­tig. Wenn ich den Duft wech­seln möch­te, rei­ni­ge ich den Stein ein­fach mit Was­ser und Sei­fe und spü­le ihn mit kla­rem Was­ser nach. Sobald der Stein getrock­net ist, ist er wie­der ein­satz­be­reit.

Ätherische Öle zur Beruhigung

  • Ech­ter Laven­del – der Klas­si­ker der Aro­ma­the­ra­pie
    Wirkt: beru­hi­gend & ent­span­nend
  • Kamil­le blau – das „Mut­ter­kraut“
    Wirkt: beru­hi­gend & krampf­lö­send
  • Rose – „die Köni­gin der äthe­ri­schen Öle“
    Wirkt: sta­bi­li­sie­rend & auf­bau­end
  • Man­da­ri­ne rot – die Kom­bi­na­ti­ons­meis­te­rin
    Wirkt: beru­hi­gend & stim­mungs­auf­hel­lend 
  • Melis­se – der Tau­send­sas­sa
    Wirkt: beru­hi­gend & har­mo­ni­sie­rend 

Die Grünspatz-Empfehlung:
Das Harmonie-Öl von Sonnentor

Nach­dem ich als Grün­spatz-Mama bei vie­len Din­gen sehr prak­tisch ver­an­lagt bin, habe ich mich dazu ent­schie­den einer fer­ti­gen Mischung die Beduf­tung des Schlaf­zim­mers zu über­las­sen. Fün­dig gewor­den bin ich – wie so oft – beim Wald­viert­ler Gewürz­pio­nier “Son­nen­tor”.

Das “Har­mo­nie-Öl” der Hil­de­gard-Rei­he über­zeug­te mich durch die star­ke Kraft von Laven­del, Man­da­ri­ne, Rose & Ylang-Ylang. Mhhhhh, wie das duf­tet!

Ätherische Öle bei Babys. Darf man das überhaupt? 

Wie bei vie­len ande­ren Din­gen gilt auch hier: Babys und Kin­der sind kei­ne klei­nen Erwach­se­nen. Unse­re klei­nen Grün­spat­zen reagie­ren auf Ein­flüs­se von außen wesent­lich inten­si­ver oder schlicht und ergrei­fend anders. Da Baby­na­sen sehr emp­find­lich sind, ist bei der Gabe von äthe­ri­schen Ölen des­halb beson­de­re Vor­sicht gebo­ten. Fol­gen­de Punk­te müs­sen bei der Ver­wen­dung auf alle Fäl­le beach­tet wer­den: 

Ein abso­lu­tes No-Go: Bestimm­te äthe­ri­sche Öle kön­nen für Babys und Klein­kin­der lebens­be­droh­lich sein. Schon auf die kleins­te Men­ge aus Euka­lyp­tus, Thy­mi­an, Kamp­fer oder Pfef­fer­minz kön­nen Grün­spat­zen mit Ver­gif­tungs­er­schei­nun­gen wie Atem­not, Krämp­fen oder Bewusst­seins­stö­run­gen reagie­ren. Auch das Inha­lie­ren mit äthe­ri­schen Ölen ist für Babys & Klein­kin­der ein No-Go. Bit­te unbe­dingt die Fin­ger davon­las­sen!

  • Das Alter ist ent­schei­dend: Vor dem 4. Lebens­mo­nat soll­ten äthe­ri­sche Öle an Babys nicht ange­wen­det wer­den. Vor dem ers­ten Lebens­jahr emp­feh­le ich auf alle Fäl­le eine Rück­spra­che mit eurem Kin­der­arzt. Nach dem ers­ten Lebens­jahr bit­te eben­falls auf die Dosie­rung ach­ten. 
  • Die Anwen­dung macht es aus: Äthe­ri­sche Öle kön­nen ganz unter­schied­lich ange­wen­det wer­den: über die Schleim­häu­te beim Ein­at­men, über die Haut beim Ein­rei­ben oder über den Magen-Darm­trakt, wenn sie geschluckt wer­den. Egal wie ihr äthe­ri­sche Öle ver­wen­den wollt: Infor­miert euch gut & lasst euch vom Arzt oder der Apo­the­ke bera­ten. 
  • Ver­dün­nen, ver­dün­nen, ver­dün­nen: Äthe­ri­sche Öle dür­fen bei Babys & Klein­kin­dern nie pur ange­wen­det wer­den! Hier gilt: Weni­ger ist auf alle Fäl­le mehr! 
  • Kin­der­si­che­re Auf­be­wah­rung: Äthe­ri­sche Öle gehö­ren an einen Ort, wo sie eure Grün­spat­zen nicht fin­den kön­nen – bei uns die Apo­the­ke.

Augen auf, beim Öl-Einkauf

  • Natur­rein – das wich­tigs­te Merk­mal beim Kauf von äthe­ri­schen Ölen ist die Bezeich­nung „natur­rein“. Trägt das klei­nen Fläsch­chen die­sen Auf­druck, dür­fen Grün­spat­zen-Mamas & ‑Papas davon aus­ge­hen, dass das Öl direkt aus der Mut­ter­pflan­ze kommt, qua­li­ta­tiv hoch­wer­tig ist und kei­ner­lei Zusatz­stof­fe ent­hält. 
  • Bio – wie fast über­all ist auch hier „Bio“ Pflicht. Die­ses soll­te auf der Ver­pa­ckung, dem Fläsch­chen oder Bei­pack­zet­tel ver­merkt sein. 
  • Bota­ni­sche Beschrei­bung – auch der latei­ni­sche Name auf dem Eti­kett ist ein Indiz für ein hoch­wer­ti­ges Öl. 
  • Her­stel­lung – auch eine Anga­be über das Ver­fah­ren der Her­stel­lung ist für Grün­spat­zen-Mamas & ‑Papas wich­tig. Als häu­figs­te Metho­de wer­det ihr hier die Was­ser­dampf-Destil­la­ti­on fin­den.
  • Mar­ken­wahl – Ich ver­traue beim Kauf von äthe­ri­schen Ölen fol­gen­den Mar­ken: Son­nen­tor, Fee­lings, Grü­ne Erde & Pri­ma­ve­ra

Zu guter Letzt:

Unse­re Grün­spat­zen sind so indi­vi­du­ell wie die Wir­kung die­ser flüs­si­gen Hel­den aus der Natur. Ob und wie die Düf­te also hel­fen, ist von Kind zu Kind ver­schie­den. Wir wer­den die Beduf­tung des Nest­plat­zes unse­res Grün­spat­zen jetzt ein­fach tes­ten und beob­ach­ten. Und euch natür­lich am Lau­fen­den hal­ten.
Gute Nacht ihr klei­nen Wun­der!

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1 Kommentar zu “Ein Duft zum Schlafen

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