Erkältungsheld Engelwurzbalsam

Wie ein Balsam unsere Schnupfennächte heilte. 

Gera­de am Anfang sei­nes jun­gen Lebens wur­de unser klei­ner Grün­spatz von läs­ti­gen Erkäl­tun­gen geplagt. Die unter Tags schon läs­ti­ge Schnupf­na­se mutier­te in der Nacht zu einem abso­lu­ten Ein- und Durch­schlaf­kil­ler. Und wie wir alle wis­sen, ist der Schlaf der jun­gen Eltern hei­lig. Es muss­te also ein Wun­der­mit­tel her, das nichts mit abschwel­len­den Nasen­trop­fen zu tun hat. In mei­nem Kopf geis­ter­te dabei ein Wun­der­mit­tel der Natur – der Engel­wurz­bal­sam – schon län­ger her­um. Ich tat also das, dass ich bei der Suche nach Wun­dern immer mache: Ich recher­chier­te.

Engelwurz? Was ist das eigentlich? 

Neben unzäh­li­gen Tipps zu den rot­zi­gen Nasen unse­rer Kleins­ten lies mich vor allem ein Pro­dukt nicht mehr los – der Engel­wurz­bal­sam. Nicht nur das Wort „Engel“ mach­te die Sache sym­pa­thisch – hin­ter dem wohl­klin­gen­den Namen steckt ein Meis­ter der Natur: die Engel­wurz. Und der Name ist tat­säch­lich Pro­gramm. Glaubt man der Über­lie­fe­rung hat ein Engel sie in Zei­ten gro­ßer Not als Heil­mit­tel zur Erde gesandt.

Ursprüng­lich aus dem Nor­den Euro­pas stam­mend, nis­te­te sich das wun­der­sa­me Pflänz­chen im 14 Jhdt. in den Klos­ter­gär­ten Mit­tel­eu­ro­pas ein. Sei­ne Ver­wen­dung reicht von der Volks­me­di­zin bis zur moder­nen Phy­to­the­ra­pie, vom Schutz vor der Pest bis zum Magen­the­ra­peu­ti­kum. Kein Wun­der also, das der Dol­den­blüt­ler seit fast 500 Jah­ren einen Stamm­platz in den Kräu­ter­bü­chern Euro­pas hat. 

Auf­grund ihres bit­te­ren Geschmacks wirkt die oft auch als „Ange­li­ka­wur­zel“ bezeich­ne­te Pflan­ze bei Erwach­se­nen pur gegen Appe­tit­lo­sig­keit, Völ­le­ge­fühl und Blä­hun­gen.

Engelwurzbalsam – die Erfindung einer Hebamme 

Wer, wenn nicht die Heb­am­me Inge­borg Sta­del­mann ist in Sachen Pfle­ge & Ver­sor­gung klei­ner, leid­ge­prüf­ter Rotz­na­sen die bes­te Ansprech­per­son. Vie­len Müt­tern – so auch mir – ist sie durch ihren Best­sel­ler „Die Heb­am­men-Sprech­stun­de“ bekannt, der zu den meist­ver­kauf­ten Rat­ge­bern für Schwan­ge­re und Stil­len­de zählt.

Bei der Mix­tur ihres Wun­der­bal­sams ver­trau­te sie aber nicht nur der Kraft der namen­ge­ben­den Engel­wurz. Jede Men­ge ande­re Wun­der­waf­fen der Natur hel­fen die Nasen unse­rer klei­nen Knöp­fe wie­der atmen zu las­sen. Je nach Her­stel­ler ist der wohl­rie­chen­de Bal­sam eine fein abge­stimm­te Kom­bi­na­ti­on aus Johan­nis­kraut, Majo­ran, Thy­mi­an, Shea­but­ter, Bie­nen- und Woll­wachs. Die jewei­li­ge Zusam­men­set­zung bleibt aber oft Betriebs­ge­heim­nis.

Engelwurzbalsam im Praxistest 

Als der Engel­wurz­bal­sam in unse­re Haus­apo­the­ke wan­der­te, war der Grün­spatz 3 Mona­te alt. Wie bei jedem Pfle­ge­pro­duk­te tes­te­te ich den Bal­sam zual­ler­erst mal an mei­ner eige­nen Nase. Und das war gut so. Denn ich stell­te fest, dass wirk­lich schon eine ganz gerin­ge Men­ge des wohl­rie­chen­den Bal­sams woh­lig durch die Nase pfeift. Auch der nächs­te Schritt ist bei uns bei neu­en Pfle­ge­pro­duk­ten Pflicht: Bevor der Bal­sam auf die Nase kam, tes­te­te ich die Ver­träg­lich­keit mit einer klei­nen Men­ge in der Grün­spatz Arm­beu­ge. Auch die­sen Test, nach 24 Stun­den abwar­ten, bestan­den! 

Seit­dem läuft der Ein­satz des Bal­sams bei uns immer gleich: Schon beim ers­ten Anflug einer Rotz­na­se tup­fe ich den Bal­sam vor dem Schla­fen gehen links und rechts auf die Nasen­flü­gel. Ihr wer­det schnell mer­ken, dass schon eine klei­ne, zwi­schen den Fin­gern ver­rie­be­nen Men­ge, dafür völ­lig aus­rei­chend ist. 

Wie immer wichtig:
Ein paar Tipps

  • Anwen­dung: Bei Säug­lin­gen bis zum 6. Lebens­mo­nat soll­te der Bal­sam sehr spar­sam ange­wen­det wer­den. Wir haben den Bal­sam im 4. Lebens­mo­nat ohne Pro­blem auf der Nase ange­wen­det. Das ist aber von Grün­spatz zu Grün­spatz ver­schie­den. Bei Babys unter 3 Mona­ten genügt es auch, etwas Bal­sam auf ein Tuch zu geben und mit ins Bett zu legen. Darf natür­lich auch von Mama, Papa, Oma, Opa und allen ande­ren Ver­wand­ten ver­wen­det wer­den.
  • Halt­bar­keit: Die Wir­kung des Bal­sams macht sei­ne Mischung an äthe­ri­schen Ölen aus. Die­se sind maxi­mal drei Jah­re halt­bar. Soll­te der Bal­sam also aus den Tie­fen von Omas Apo­the­ke geholt wer­den, unbe­dingt das Ablauf­da­tum prü­fen und gege­be­nen­falls eine neue Tube holen.  Das gilt natür­lich auch, wenn euch an der Kon­sis­tenz des Bal­sams Ver­än­de­run­gen auf­fal­len – sich zum Bei­spiel das Öl abge­setzt hat. Hier soll­te man sich nie spie­len und einen geöff­ne­ten Bal­sam mög­lichst zeit­nah ver­brau­chen.
  • Zu guter Letzt: Bei aku­ten Erkäl­tun­gen soll­te man IMMER bei einem Arzt vor­stel­lig wer­den. Denn mehr als über­all anders gilt hier: Sicher ist sicher! 

Ach­tung, Ach­tung: Nicht ange­wen­det wer­den soll­te Engel­wurz­bal­sam über län­ge­re Zeit oder direkt bevor man sich dem Tages­licht aus­setzt, außer­dem bei bekann­ter Unver­träg­lich­keit gegen einen der Bestand­tei­le oder ver­wand­te Pflan­zen.

Grünspatzs Produktempfehlung:
homedi-kind® Engelwurzbalsam

Ich habe den Bal­sam für unse­ren Knopf Ende letz­ten Jah­res in der Apo­the­ke gekauft und habe mit der Mar­ke super Erfah­run­gen gemacht. Das Vor­arl­ber­ger Fami­li­en­un­ter­neh­men hat mit der Mar­ke home­di-kind® ganz beson­de­re Pfle­ge­pro­duk­te für die sen­si­ble Kin­der­haut unse­rer Knöp­fe geschaf­fen. Außer­dem lohnt sich ein Besuch der Web­site – die Geschich­ten zu dei­nen ein­zel­nen Pro­duk­ten sind unglaub­lich lieb und gut geschrie­ben. 

Gute Bes­se­rung ihr klei­nen Wun­der!

PS: Zum The­ma “Schnup­fen” gibt es für alle leid­ge­prüf­ten Grün­spatz-Eltern in unse­rem Arti­kel “Oje, die Nase” wei­te­re Tipps.

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2 Kommentare zu “Erkältungsheld Engelwurzbalsam

  1. Hal­lo!

    Dan­ke für den tol­len Bei­trag. Habe zwar kei­ne Kin­der, kann mir den Engel­wurz aber auch gut bei mir vor­stel­len.

    LG

    Tho­mas

    • stephi_gruenspatz

      Lie­ber Tho­mas! Was für ein schö­nes Lob – vie­len lie­ben Dank! Ich selbst ver­wen­de den Engel­wurz­bal­sam genau so wie der Grün­spatz und mein Mann. Ein Alters-All­roun­der durch und durch. Es zwit­schert, Ste­phi & der Grün­spatz

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