Oh, ihr Zitrusfrüchte

Warum Zitrusfrüchte für unsere Babys so gesund sind.

Als der klei­ne Grün­spatz noch in Mamas Bauch wohn­te, habe ich ihn unglaub­lich ger­ne mit Man­da­ri­nen ver­sorgt. Ja, man könn­te sagen ich war süch­tig nach den klei­nen, oran­gen Zitrus­früch­ten. Bis heu­te bin ich mir nicht sicher, ob es am begin­nen­den Win­ter lag, oder der klei­ne Mann damals schon genau wuss­te was gut für ihn ist.

Fakt ist: Zitrus­früch­te kön­nen unglaub­lich viel für uns und unse­re Grün­spat­zen tun. Doch bevor ich den Obst­vor­rat mit den tro­pi­schen Hel­den auf­sto­cke, hieß es ein paar Fra­gen zu klä­ren: Was kön­nen die Power-Früch­te eigent­lich? Ab wann dür­fen unse­re Grün­spat­zen in den Genuss von Oran­ge, Man­da­ri­ne & Co kom­men? Und: Was muss ich beim Kauf von Süd­früch­ten für Babys und Kin­der eigent­lich beach­ten?

Zitrusfrüchte, eine kleine Warenkunde

Wür­de man einen Bota­ni­ker die Fra­ge beant­wor­ten las­sen wel­che Früch­te eigent­lich zu Zitrus­früch­ten zäh­len, wür­de er wahr­schein­lich fol­gen­de grü­nen Hel­den auf­zäh­len: Oran­gen, Man­da­ri­nen, Cle­men­ti­nen, Zitro­nen, Limet­ten, Grape­fruit, Pome­los und Kum­quat. Ins­ge­samt gibt es sogar ca. 60 unter­schied­li­che Arten von Zitrus­früch­ten. Bei vie­len die­ser Früch­te wür­de man wahr­schein­lich nicht sofort an Bei­kost den­ken. So ging es auch mir. Dass es sich aber lohnt die Früch­te zumin­dest im Hin­ter­kopf zu haben bzw. zu wis­sen ab wann sie ange­bo­ten wer­den dür­fen und wann eigent­lich der rich­ti­ge Zeit­punkt ist sie zu kau­fen, steht für mich außer Fra­ge.

Zitrus­früch­te wie Oran­gen und Man­da­ri­nen haben prin­zi­pi­ell vie­le Gemein­sam­kei­ten. Ihre raue Scha­le zum Bei­spiel. Und: Sie duf­ten so wun­der­bar. In den Scha­len der Zitrus­früch­te sind näm­lich jede Men­ge äthe­ri­sche Öle, die unse­ren Grün­spat­zen eben­falls gute Diens­te erwei­sen kön­nen. Beim The­ma “Schlaf” zum Bei­spiel. Wen das jetzt neu­gie­rig gemacht hat, der fin­det hier eine “Gute­nacht­ge­schich­te”.

Ein inter­es­san­ter Fakt: Bei mei­nen Recher­chen erfah­re ich immer wie­der Din­ge, die inter­es­sant aber nicht zwin­gend wich­tig für den Grün­spatz sind. Wie zum Bei­spiel die­ser Fakt für das nächs­te Knei­pen-Quiz. Nach­mit­tags ver­steht sich: Man­da­ri­nen und Cle­men­ti­nen sind nicht die glei­chen Früch­te. Man­da­ri­nen haben eine Scha­le, die leicht zu ent­fer­nen ist und vie­le Ker­ne. Cle­men­ti­nen wie­der­um las­sen sich schlech­ter schä­len, haben kaum Ker­ne und sind prin­zi­pi­ell süßer.

Und wofür sind Zitrusfrüchte für Babys & Kinder jetzt gut?

Laut der Wis­sen­schaft sind in den ver­schie­de­nen Zitrus­früch­ten bis dato mehr als 400 Inhalts­stof­fe gefun­den wor­den. Ziem­lich beein­dru­ckend, fin­det die Grün­spatz-Mama. Ganz beson­ders zeich­nen die Power-Früch­te ihr hoher Gehalt an Vit­amin B & C aus. Aber auch Fla­vo­noi­de, Fol­säu­re, Spu­ren­ele­men­te, Kali­um & Cal­ci­um stär­ken unse­re Grün­spat­zen.

Der hohe Anteil an Vit­amin C stärkt die Abwehr­kräf­te und das Immun­sys­tem. Außer­dem schützt es vor schäd­li­chem Ein­fluss auf unse­re Zel­len. Das ent­hal­te­ne Vit­amin B ist wich­tig für die Blut­bil­dung und den Stoff­wech­sel. Und auch wir Grün­spatz-Eltern kön­nen von den Früch­ten mehr als pro­fi­tie­ren: Vit­amin B hilft dem Kör­per Sero­to­nin her­zu­stel­len. Das wie­der­um macht Grün­spatz & Mama glück­lich. Und wer jetzt noch nicht völ­lig über­zeugt ist, soll­te fol­gen­des mit Rot­stift notie­ren: Eine Grape­fruit oder zwei bis drei Oran­gen decken den täg­li­chen Vit­amin-C-Bedarf eines Erwach­se­nen.

Auf den Schnabel:
Orange, Mandarine & Co als Schnack

Bei der Gabe von Zitrus­früch­ten für Babys gehen die Mei­nung sehr weit aus­ein­an­der. Wo die einen den 6. Lebens­mo­nat als Start emp­feh­len, sagen die ande­ren, dass Zitrus­früch­te erst ab dem 12. Lebens­mo­nat die Bei­kost ergän­zen sol­len.

Wie bei allen ande­ren Lebens­mit­teln gilt für mich hier vor allem eines: Grün­spat­zen, die mit 6 Mona­ten noch nichts von fes­ter Nah­rung wis­sen wol­len, soll­ten auch mit Zitrus­früch­ten nichts zu tun haben. Wenn die Bei­kost aber gut ein­ge­führt ist, kann der Brei schon­mal mit Oran­gen­saft ergänzt oder eine Schei­be Oran­ge auf die Hand ange­bo­ten wer­den.

Wir Grün­spatz-Eltern ken­nen unse­re Kin­der und ler­nen durch Beob­ach­tung was der eige­ne Grün­spatz mag. Und was eben nicht. Was er ver­trägt und wovon man bes­ser die Fin­ger lässt. Zum Start sind klei­ne Men­ge die bes­te Wahl. So kann man tes­ten, ob die Früch­te – vor allem auch die Säu­re – von Haut und Ver­dau­ung ver­tra­gen wird. Poi a poi kön­nen die Knöp­fe dann das brei­te Reper­toire an Zitrus­früch­ten ken­nen­ler­nen. Und wer sich trotz­dem unsi­cher ist, der war­tet bis die ers­te Ker­ze auf dem Geburts­tags­ku­chen freu­dig strahlt.

Puren Oran­gen­saft soll­ten unse­re Grün­spat­zen als Durst­lö­scher auf­grund des hohen Frucht­zu­cker­ge­halts und der Säu­re nicht trin­ken. Zur Ver­fei­ne­rung der Bei­kost ist Oran­gen­saft aber ide­al.

Auch ich habe, was Zitrus­früch­te anbe­langt eine erstaun­li­che Ent­de­ckung gemacht: Der Grün­spatz liebt Zitro­nen. Pur, auf die Hand. Was eigent­lich als Ablen­kung des Grün­spatz-Papas im Flie­ger die­nen soll­te, erkor der Grün­spatz kur­zer Hand zu sei­nem Nach­mit­tags­snack. Brrrrrrrrr.

Lirum, larum Löffelstiel:
Ein paar Rezept-Ideen

Für all jene Grün­spatz-Ver­sor­ger, die sofort und auf der Stel­le die wun­der­ba­ren Zitrus­früch­te ver­ar­bei­ten wol­len, gibt es hier ein paar Ide­en:

Zitrusfrüchte kaufen, das solltest du beachten

  • Bio ist Pflicht: Vie­le, der in hei­mi­schen Super­märk­ten ange­bo­te­nen Früch­te, stam­men nicht aus Bio-Anbau. Das heißt, dass die­se Früch­te sowohl vor als auch nach der Ern­te mit Pflan­zen­schutz­mit­teln und Kon­ser­vie­rungs­stof­fen behan­delt wer­den dür­fen. Das garan­tiert zwar län­ge­re Halt­bar­keit und bes­se­re Optik, ich per­sön­lich möch­te aber auf Num­mer sicher gehen, dass Obst & Gemü­se für den Grün­spat­zen so unbe­han­delt wie mög­lich ist. Für Bio-Pro­duk­te gel­ten ande­re Regeln: kein Kunst­dün­ger, bes­se­re Arbeits­be­din­gun­gen, Was­ser spa­ren­der. Mir als Grün­spatz-Mama ist das wich­tig.
  • Sai­so­na­li­tät beach­ten: Oran­gen, Zitro­nen & Co soll­te man in Mit­tel­eu­ro­pa am bes­ten kau­fen, wenn die Früch­te in ihren Hei­mat­län­dern Sai­son haben. Die bei uns ange­bo­te­nen “Win­ter­früch­te” soll­ten vor allem aus Mit­tel­meer­län­dern wie Spa­ni­en oder Ita­li­en stam­men. Dort haben sie von Novem­ber bis März Ern­te­sai­son.
  • Optik und Beschaf­fen­heit: Früch­te, die schon im Super­markt mat­schig sind und brau­ne Stel­len haben, soll­test du nicht kauf, wenn du län­ger etwas von ihnen haben möch­test. Außer­dem ist es gut, wenn sie im Korb ganz oben lie­gen dür­fen.
  • Good to know: Anders als viel­leicht ver­mu­tet sagt die grü­ne Scha­le einer Zitrus­frucht nichts über ihren Rei­fe­grad oder Geschmack aus. Denn die grü­ne Far­be – zum Bei­spiel der Oran­ge – ent­steht erst durch küh­le Näch­te. Reif kann sie dann aber alle mal schon sein.

Zitrus­früch­te für Babys, die nicht aus Bio-Anbau stam­men, soll­ten vor dem Grün­spatz-Ver­zehr gründ­lich mit war­men Was­ser gewa­schen und mit einem Tuch abge­rie­ben wer­den. So las­sen sich Rück­stän­de ver­rin­gern. Das gilt natür­lich auch, wenn Oran­gen für Saft gepresst wer­den. Und: Am bes­ten anschlie­ßend Hän­de waschen.

Zu guter Letzt: So wird gelagert

  • Kühl­schrank, Dan­ke nein: Zitrus­früch­te haben es nicht gern kalt. Des­halb gehö­ren sie am bes­ten nicht in den Kühl­schrank. In einer schat­ti­gen Ecke oder einem dunk­len Raum hal­ten sie am längs­ten.
  • Ratz, fatz, weg: Bio-Zitrus­früch­te hal­ten nach dem Kauf nur weni­ge Tage. Sie sind nicht behan­delt und schim­meln des­halb wesent­lich schnel­ler als ande­re Früch­te. Also: Auf den Schna­bel!
  • Wir blei­ben unter uns: Zitrus­früch­te blei­ben gern unter sich. Wir bewah­ren sie des­halb sepa­rat von ande­ren Obst­sor­ten in einer Schal­te auf. Vor allem Äpfel oder Bir­nen ani­mie­ren die oran­gen Kugeln zu einer schnel­le­ren Rei­fung. Außer­dem soll­ten sich nicht auf­ge­türmt, son­dern neben­ein­an­der gela­gert wer­den.
  • Halt­bar machen: Auf­ge­schnit­te­ne Zitrus­früch­te legt man am bes­ten mit der Schnittsei­te nach OBEN auf einen Tel­ler. So trock­net die Schnitt­flä­che und schützt sie vor Schim­mel­be­fall.

In die­sem Sin­ne:
If live gives you lemons make lemo­na­de. Oder Baby­brei. Guten Appe­tit!

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