Oje, der Husten…

Hustentipps für unsere Grünspatzen.

Da ist sie also wie­der: die von vie­len Grün­spatz-Mamas & Papas so gehass­te Erkäl­tungs­zeit. Das Wet­ter wird nass und kalt und neben den Wie­ner “Maro­ni-Stand­lern” haben auch Erkäl­tungs­vi­ren Hoch­sai­son. Schnup­fen, Hus­ten und alle unan­ge­neh­men Begleit­erschei­nun­gen einer Erkäl­tung kön­nen unse­ren Grün­spat­zen ganz schön zu schaf­fen machen. Die gute Nach­richt: Für Lin­de­rung hat die Natur ein brei­tes Reper­toire an Hel­fer­chen parat. Was spe­zi­ell bei Hus­ten hilft und was Grün­spatz-Eltern für die ras­seln­den Knöp­fe tun kön­nen, dar­um geht es heu­te.

Husten, was passiert da eigentlich?

Was wir Grün­spat­zen-Eltern gemein­hin als Hus­ten ver­ste­hen, ist eigent­lich ein ziem­lich schlau­er Reflex unse­res Kör­pers: Denn, wenn die Ner­ven­enden im Hals, der Luft­röh­re oder den Lun­gen Rei­ze wahr­neh­men, sto­ßen wir – und natür­lich auch unse­re Grün­spat­zen – reflex­ar­tig Luft aus. So gelan­gen Din­ge, die für unse­ren Kör­per dort nicht hin­ge­hö­ren, wie­der nach außen. In Zei­ten einer Erkäl­tung – wenn Grün­spat­zen also von einem Infekt der obe­ren Luft­we­ge geplagt wer­den – dreht es sich hier meis­tens um Schleim bzw. Sekret, das aus dem Kör­per möch­te.

Das Immun­sys­tem unse­rer Grün­spat­zen muss wach­sen, wie sie selbst. Des­halb sind Babys & Kin­der lei­der sehr anfäl­lig für vira­le und bak­te­ri­el­le Infek­te. Wer­den die Knöp­fe also von einer Erkäl­tung geplagt pro­du­ziert der Kör­per ver­mehrt Sekret um die bösen Krank­heits­er­re­ger wie­der los­zu­wer­den. Die­ser Schleim legt sich auf die Atem­we­ge, löst einen Reflex aus und muss abge­hus­tet wer­den. Hus­ten ist also eine durch­wegs schlaue Ein­rich­tung: Er hält die Atem­we­ge frei und beför­dert Kei­me aus dem Kör­per. Ange­nehm ist das nicht. Das wis­sen auch wir Grün­spatz-Eltern. Die Wun­der­kis­te “Mut­ter Natur” muss also hel­fen.

Oje, die Nase: Oft gehen Erkäl­tun­gen unse­rer Grün­spat­zen auch mit Schnup­fen ein­her. Für all jene Grün­spatz-Mamas & ‑Papas, denen natür­lich ein­fach lie­ber ist, gibt es hier Hil­fe.

Wie lange dauert das & wann zum Arzt?

Lei­der gibt es eine Viel­zahl an Erkran­kun­gen, die bei unse­ren Grün­spat­zen Hus­ten aus­lö­sen kön­nen. In mei­nem Arti­kel heu­te dreht sich alles um die Lin­de­rung von Hus­ten, der durch einen Virus­in­fekt – also eine Erkäl­tung – ver­ur­sacht wird. Infek­te wie die­se ver­lau­fen bei den meis­ten Grün­spat­zen unpro­ble­ma­tisch ab und der Kampf des Immun­sys­tems gegen die fie­sen Angrei­fer soll­te nicht län­ger als 1–2 Wochen dau­ern.

Wie immer gilt aber auch hier: Als Grün­spatz-Mama oder ‑Papa kennt ihr eure Kin­der am bes­ten. Der Weg zum Arzt ist also dann ange­bracht, wenn ihr ein komi­sches Gefühl habt, der Grün­spatz fie­bert oder der Hus­ten ein­fach nicht bes­ser wer­den will. Mit ernst­haf­ten Sym­pto­men soll­te man sich nicht spie­len und sich beim Arzt absi­chern.

Und was hilft jetzt bitte?

Tipps für die natür­li­che Unter­stüt­zung bei Hus­ten unse­rer Grün­spat­zen gibt es wie Taschen­tü­cher in einer Tem­po-Box. Die von mir nun fol­gen­den Hel­fer­chen sind selbst erprobt, wur­den schon bei mir erprobt, als ich noch ein klei­ner Grün­spatz war oder sind schlicht und ergrei­fend erpro­bens­wert. Viel­leicht fühlt ihr euch mit dem einem Tipp sehr wohl und könnt dem ande­ren nichts abge­win­nen. Das ist total ver­ständ­lich und wur­de auch von mir nicht anders gehand­habt. Ich zum Bei­spiel konn­te dem The­ma “Brust­wi­ckel” noch nicht so viel abge­win­nen und fah­re bis­her gut mit ande­ren Wegen.

Was aber auf alle Fäl­le gilt: Es lohnt sich einem alter­na­ti­ven Weg eine Chan­ce zu geben und eure Grün­spat­zen ganz natür­lich zu unter­stüt­zen.

1. Die gute, alte Hühnersuppe

Seit Genera­tio­nen ver­trau­en Grün­spatz-Omas auf die Kraft von Hüh­ner­sup­pe. Und auch mir wur­de, von der immer so lie­be­vol­len Grün­spatz-Mami, bei jedem Anflug einer Erkäl­tung die woh­lig-war­me Kraft­brü­he ser­viert. Auch wenn es wis­sen­schaft­lich lei­der (noch) weni­ge Bewei­se gibt, die Wir­kungs­wei­se einer Hüh­ner­sup­pe ist phä­no­me­nal: Laut einer ame­ri­ka­ni­schen Stu­die hem­men die Inhalts­stof­fe der Hüh­ner­sup­pe die wei­ßen Blut­kör­per­chen. Die­se wie­der­um sind nach­weis­lich an einem Erkäl­tungs­pro­zess und der damit ein­her gehen­den Ent­zün­dung betei­ligt.

Und sie kann noch so viel mehr: Die kräf­ti­gen­de Sup­pe spen­det dem Kör­per unse­rer Grün­spat­zen Flüs­sig­keit, Wär­me und so wich­ti­ge Stof­fe wie Vit­ami­ne, Zink und Eisen, mit denen die klei­nen Immun­sys­te­me gestärkt und der Hei­lungs­pro­zess unter­stützt wird. Außer­dem sind Sup­pen ganz all­ge­mein eine groß­ar­ti­ge per Mahl­zeit für unse­re Grün­spat­zen. Wer jetzt noch nach einem Rezept sucht, der wir hier bei uns ganz ein­fach fün­dig.

2. Das Klima machts

Die für die Jah­res­zeit ganz typi­schen, tro­cke­nen & geheiz­ten Räu­me machen unse­ren Grün­spat­zen das Atmen zusätz­lich schwer. Schon beim kleins­ten Anflug einer Erkäl­tung ver­wan­deln wir unser Schlaf­zim­mer des­halb in ein feuch­tes Bio­top. Alles, was feucht ist, kommt rein: die Wäsche, nas­se Hand­tü­cher über die Hei­zung, nas­se Spuck­tü­cher ans Bett.

Der stol­zes­te Vater von allen hat mit einem Spuck­tuch & Klup­pen außer­dem einen klei­nen Him­mel am Git­ter­bett gebas­telt. Natür­lich auch feucht. Mit einem klei­nen Ther­mo­stat – super güns­tig online gekauft und völ­lig aus­rei­chend – kon­trol­lie­ren wir vor dem zu Bett gehen und wäh­rend des Schla­fens Tem­pe­ra­tur & Luft­feuch­tig­keit. Wir fah­ren gut mit ca. 18° und 50 % Luft­feuch­tig­keit. Aber auch hier gilt: Jeder Grün­spatz ist anders und braucht es ent­spre­chend kalt oder warm.

3. Prost & trinken was das Zeug hält!

Flüs­sig­keit ist für unse­re Grün­spat­zen enorm wich­tig – vor allem, wenn sie von einer Erkäl­tung und Hus­ten geplagt wer­den. Denn: Die Flüs­sig­keit hilft dem Kör­per den fest­sit­zen­den Schleim zu lösen. Neben Was­ser bekommt der Grün­spatz bei den ers­ten Anzei­chen einer Erkäl­tung zusätz­lich auch Spitzwegerich‑, Lindenblüten‑, Sal­bei- oder Fen­chel­tee. Die Tees wir­ken schleim­lö­send und/oder Hus­ten stil­lend und sind somit die idea­len Beglei­ter in Erklä­rungs­zei­ten. Wenn eure Grün­spat­zen schon über einem Lebens­jahr sind, könnt ihr den Tee auch mit etwas Honig süßen. Für die Erkäl­tungs­zeit gibt es in der Apo­the­ke oder im Dro­ge­rie­markt auch super Fer­tig­mi­schun­gen – ein­fach bera­ten las­sen.

Apro­pos Tee: Der Tau­send­sas­sa unter den Grün­spatz-Geträn­ken hat bei uns einen eige­nen Arti­kel ver­dient. Zu fin­den: hier.

4. Tausendsassa “Zwiebel”

Für vie­le von euch wahr­schein­lich gar nicht neu: Die Zwie­bel als DAS Haus­mit­tel bei Erkäl­tungs­krank­hei­ten. Die Zwie­bel ent­hält äthe­ri­sche Öle, die stark schleim­lö­send, ent­zün­dungs­hem­mend, keim­tö­tend und immun­stär­kend wir­ken. In ihrer Anwen­dung ist sie so viel­fäl­tig wie ihr Zwie­bel­kleid. Einen klei­nen Aus­zug ihrer Wir­kungs­stät­ten bekommt ihr jetzt.

Ich bin gro­ßer Fan des “Zwie­bel­hus­ten­safts” da ich mit den ande­ren Anwen­dun­gen auf­grund des star­ken Zwie­bel­ge­ruchs im Schlaf­zim­mer nicht so gut umge­hen konn­te.

  • Zwie­bel­hus­ten­saft: Ein­fach eine Zwie­bel klein hacken, in ein Glas/Tasse/Schale mit 2 EL Honig fül­len und zie­hen las­sen. Ich stel­le das Schraub­glas ger­ne auf die Hei­zung. So nutzt man eine Ener­gie­quel­le und ver­mei­det Döner­stand-Geruch durch den prak­ti­schen Ver­schluss. Nach ein paar Stun­den kann man den Saft, der sich gebil­det hat auf­fan­gen & 3x täg­lich ein­neh­men. Im Kühl­schrank kann der Saft 2 Tage auf­ge­ho­ben wer­den.
    Ach­tung: Auf­grund des Honigs darf der Saft erst nach dem 1. Lebens­jahr genom­men wer­den. Unser nächs­ter Tipp darf dafür schon bei den Kleins­ten hel­fen!
  • Zwie­bel­säck­chen: Auch hier schnei­det man die Zwie­bel in Stü­cke und füllt sie anschlie­ßend in ein Stoff­säck­chen (Wasch­lap­pen, Schuh­sack, alte Socke, etc.). Die­ses ein­fach mit Faden oder Gum­mi­band ver­schlie­ßen und in der Nähe des Bett­chens der klei­nen Grün­spat­zen anbrin­gen. Wir haben dazu ein­fach eine Klup­pe ver­wen­det und das Säck­chen an den Stä­ben des Git­ter­betts am Fußen­de mon­tiert. Soll­ten eure Grün­spat­zen schon mobi­ler sein und Gefahr bestehen, dass die klei­nen Ent­de­cker mit dem hei­len­den Säck­chen spie­len, ein­fach an einem siche­ren Ort in der Nähe des Bet­tes ver­wah­ren.
    Gut zu wis­sen: Das Säck­chen hin­ter­lässt einen woh­li­gen Zwie­bel­ge­ruch im gan­zen Raum. Wer damit gar nicht kann, soll­te bes­ser auf einen ande­ren Hel­fer zurück­grei­fen.
  • Zwie­bel­so­cken: Die Zwie­bel­so­cken habe ich sel­ber noch nicht pro­biert. Unser Grün­spatz ist dafür – auf­grund sei­nes Alters – ein­fach noch zu mobil. Die Wir­kungs­wei­se kann sich aber durch­aus sehen las­sen: War­me Zwie­bel­schei­ben auf den Fuß­soh­len för­dern in Erkäl­tungs­zei­ten die Durch­blu­tung und wir­ken reflek­to­risch auf den gan­zen Kör­per. Eine super Anlei­tung habe ich hier gefun­den: Zwie­bel­so­cken (Auf­ge­pickt auf: www.kinderhausmittel.com)

5. Hustensaft

Natür­li­che Hus­ten­säf­te kön­nen von uns Grün­spatz-Eltern ganz leicht auch sel­ber her­ge­stellt wer­den. Wer sich hier pro­bie­ren will, für den haben wir fol­gen­de Emp­feh­lun­gen von ande­ren, tat­kräf­ti­gen Blog­ger-Mamas. Ob Mai­wip­ferl, Ret­tich oder Thy­mi­an – unter den Links wer­det ihr fün­dig:

Wer die Sache ein wenig prag­ma­ti­scher ange­hen möch­te, bekommt – wie­der­mal – bei Son­nen­tor eine käuf­li­che Alter­na­ti­ve: den Kutz Wip­ferl Sirup.

6. Thymian-Myrte-Balsam

Bei Erkäl­tun­gen des Grün­spat­zes habe ich zwei Din­ge immer bei der Hand: Engel­wurz & Thy­mi­an Myr­te-Bal­sam. Wo die Engel­wurz bei der Nase hilft, hilft Thy­mi­an und Myr­te bei Hus­ten & Erkäl­tun­gen. Wir ver­trau­en hier auf ein Pro­dukt der Kemp­te­ner Bahn­hofs-Apo­the­ke. Der Bal­sam ist eine ent­span­nen­de & wohl­tu­en­de Pfle­ge und kann dünn auf­ge­tra­gen auf Brust & Rücken den Schlaf der klei­nen Grün­spat­zen posi­tiv unter­stüt­zen.

Der Bal­sam ist für Grün­spat­zen ab dem 3. Mona­ten geeig­net. Unter 5 Mona­ten soll­te er aber nur am Rücken ange­wen­det wer­den. Bevor wir den Bal­sam zum ers­ten Mal ange­wen­det haben, habe ich die Ver­träg­lich­keit in der Arm­beu­ge des Grün­spat­zen geprüft. 24h spä­ter gab es grü­nes Licht für den wohl­tu­en­den Bal­sam.

7. Heiße Milch mit Honig

Ähn­lich der Zwie­bel ist auch Honig ein alt­be­währ­tes Rezept bei Hus­ten- und Erkäl­tungs­krank­hei­ten. Auch in mei­ner Fami­lie. Die klas­si­sche “Milch mit Honig” ist bei uns seit lan­gem ein treu­er Beglei­ter bei allen mög­li­chen Weh­weh­chen. Honig wirkt ent­zün­dungs­hem­mend, beru­hi­gend und kann das Wachs­tum von Krank­hei­ten in den obe­ren Atem­we­gen redu­zie­ren. Der süße Nek­tar ist somit ein rich­ti­ger Viren-Kil­ler und lieb­kost gereiz­ten Schleim­häu­te. 

Aber Ach­tung: Honig dür­fen Grün­spat­zen erst ab dem 1. Lebens­jahr zu sich neh­men. Außer­dem bit­te unbe­dingt dar­auf ach­ten, wo der Honig her­kommt und wie mit den Bie­nen umge­gan­gen wur­de.

8. Kuscheln, kuscheln, kuscheln

Was für uns Grün­spat­zen-Eltern sicher­lich selbst­ver­ständ­lich ist: Gera­de in Momen­ten von Krank­heit & Schmerz gehört mehr denn je geku­schelt. Durch die kör­per­li­che Nähe schüt­ten die Gehir­ne unse­rer Grün­spat­zen näm­lich Oxy­to­cin aus. Das Bin­dungs­hor­mon stärkt unser Immun­sys­tem und sorgt für kör­per­li­ches und see­li­sches Gleich­ge­wicht. Und das auch und vor allem bei unse­ren Grün­spat­zen.

Gute Bes­se­rung ihr klei­nen Wun­der!

Tei­le mich

2 Kommentare zu “Oje, der Husten…

  1. Hüh­ner­sup­pe soll­te erst nach dem Infekt zur Stär­kung kon­su­miert wer­den! Wirkt mei­nes Wis­sens stark adstrin­gie­rend dann kann der Schnup­fen, Hus­ten schwe­rer raus und die Erkäl­tung dau­ert län­ger

    • stephi_gruenspatz

      Lie­be Ame­lie,
      Ja, das stimmt. So sagt es zumin­dest die TCM-Medi­zin. Auf die­se hal­te ich gro­ße Stü­cke. Was das The­ma “Hüh­ner­sup­pe” anbe­langt ver­traue ich aber auf mei­ne Erfah­rung und auf die, der vie­len Genera­tio­nen vor mir. Es zwit­schert, Ste­phi & der Grün­spatz :>

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