Tausendsassa Babytee

Alles rund um die Wärme spendende Helferchen.

Ich weiß es noch als wäre es ges­tern gewe­sen: Kugel­rund und in vol­ler Vor­freu­de auf unse­ren neu­en Mit­be­woh­ner habe ich mich in den Zei­ten der Schwan­ger­schaft vor allem mit einem alter­na­ti­ven Hel­den der Kräu­ter­apo­the­ke aus­ein­an­der­ge­setzt: dem Tee. Wo damals Him­beer­blät­ter, Kamil­le & Co gehol­fen haben, stel­le ich mir heu­te die Fra­ge: Wel­cher Tee ist für den klei­nen Grün­spat­zen in wel­chem Alter gut und wel­ches Kraut ist bei der Fül­le an Babytee denn über­haupt der rich­ti­ge? Für wel­ches Alter soll­ten wel­che Sor­ten in der Haus­apo­the­ke nicht feh­len und kann Tee auch ein­fach nur als Durst­lö­scher her­hal­ten? Vie­le Fra­gen, die nach Ant­wor­ten suchen. 

Tee für Beginner: Ab wann dürfen Babys eigentlich Tee trinken? 

Wenn gesun­de Grün­spat­zen das Licht der Welt erbli­cken, gilt für sie vor allem eines: Ihre Flüs­sig­keits- und Nähr­stoff­ver­sor­gung ist mit Stil­len oder auch Fla­schen­nah­rung voll­stän­dig gedeckt. Gedan­ken über Alter­na­ti­ven für den Durst oder Abwechs­lung im Geträn­ke­plan müs­sen wir uns in die­sem frü­hen Alter also nicht machen. Nach­dem die klei­nen Lebe­we­sen aber gera­de am Anfang von läs­ti­gen Begleit­erschei­nun­gen wie Magen-Darm bzw. Ver­dau­ungs­pro­ble­men, star­ken Blä­hun­gen, 3‑Mo­nats-Koli­ken oder auch Erkäl­tun­gen geplagt wer­den, lohnt sich das Wis­sen über die Kraft der Kräu­ter­tees. Ganz gene­rell dür­fen Babys näm­lich ab dem 2. Lebens­mo­nat unge­süß­te & für Babys geeig­ne­te Tees trin­ken – eine Rück­spra­che mit dem Kin­der­arzt emp­feh­le ich aber auf alle Fäl­le. Gesun­de Grün­spat­zen, die Tee also nicht zur Lin­de­rung eines Weh­weh­chens oder einer Krank­heit brau­chen, kön­nen ab dem 7. Lebens­mo­nat Tee trin­ken.

Für alles ist ein Kraut gewachsen: Welcher Tee hilft wann? 

  • Kamil­len­tee: Der Klas­si­ker aus unse­rer Kind­heit und das nicht ohne Grund: Kamil­len­tee wirkt beru­hi­gend auf den Magen- und Darm­trakt und ist außer­dem ent­zün­dungs­hem­mend.
  • Fen­chel­tee: Der All­roun­der unter den Babytees. Fen­chel­tee hilft super gegen Blä­hun­gen und wirkt zusätz­lich beru­hi­gend. Durch sei­nen leicht süß­li­chen Geschmack ist er dadurch auch ein Favo­rit unse­res Grün­spat­zen. Bei Hus­ten wirkt der Tee außer­dem schleim­lö­send und ist so ein guter Beglei­ter in Erkäl­tungs­zei­ten.
  • Anis- und Küm­mel­tee: Oft in Kom­bi­na­ti­on mit ande­ren Kräu­tern sind auch die­se bei­den Meis­ter bei Bauch­schmer­zen & Blä­hun­gen. Die zusätz­li­che Leis­tung des Anis: Er hilft als Schleim­lö­ser bei Hus­ten. 
  • Rooi­bos-Tee: Trotz vie­ler fal­scher Mythen ent­hält Rooi­bos-Tee kein Kof­fe­in. Der aus Afri­ka stam­men­de Tee wirkt krampf­lö­send und ist dank sei­ner vie­len Inhalts- & Mine­ral­stof­fe super für unse­re Grün­spat­zen. 
  • Sal­bei­tee: Soll­ten unse­re Grün­spat­zen von Durch­fall geplagt wer­den, ist Sal­bei­tee die ers­te Hil­fe. Außer­dem hat er eine reiz­lin­dern­de Wir­kung bei Hus­ten
  • Lin­den­blü­ten­tee: Bei tro­cke­nem Reiz­hus­ten kön­nen Grün­spatz-Eltern auch auf die Kraft der Lin­den­blü­te ver­trau­en.
  • Spitz­we­ge­rich: Für geplag­te Hus­ten­näch­te kann die Kraft des Spitz­we­ge­richs als Tee oder Sirup für unse­re Grün­spat­zen Lin­de­rung ver­schaf­fen.
  • Früch­te­tees: Ab der Bei­ko­stein­füh­rung darf Tee auch als Getränk ange­bo­ten wer­den. Pro­biert doch mal Apfel oder Hage­but­te. Wie immer gilt auch hier: Geschmä­cker sind ver­schie­den. 

Ach­tung, Ach­tung – für die klei­nen Grün­spat­zen nicht geeig­net: Pfef­fer­minz­tee, Schwarz- & Grün­tee und Eibisch sind für Babys auf­grund ihrer Inhalts­stof­fe nicht geeig­net. 

Was sollte man beachten, wenn Babys und Kleinkinder Tee trinken? 

  • Der Geschmacks­sinn unse­rer klei­nen Grün­spat­zen ist vor allem am Anfang noch sehr sen­si­bel. Was für uns Erwach­se­ne viel­leicht ver­wäs­sert schmeckt, ist für die Klei­nen genau rich­tig. 
  • Ein Tee­fläsch­chen soll­te nicht zum „Beru­hi­gungs­nuck­ler“ mutie­ren. Immer nur im Bedarfs­fall – also Durst oder Krank­heit – anbie­ten. 
  • Tees für Babys soll­ten warm sein (30°-35°) und nicht län­ger als 5 Minu­ten zie­hen. Kon­trol­lie­re die Tem­pe­ra­tur des Tees am bes­ten an dei­nem Unter­arm. Auch hier gilt: Jeder Grün­spatz ist anders – man­che mögens kalt. 
  • Soll­ten eure Grün­spat­zen gera­de von läs­ti­gen Erkäl­tun­gen geplagt wer­den, gibt es in unse­ren Arti­keln “Oje, die Nase” und “Oje, der Hus­ten” hilf­rei­che Tipps aus der Wun­der­kis­te der Natur.

Zu guter Letzt: Augen auf beim Babytee-Einkauf! 

  • Bio ist Pflicht! Der Babytee soll­te also immer aus streng kon­trol­lier­ten bio­lo­gi­schem Anbau stam­men.
  • Babytee soll­te immer unge­süßt sein. Das gilt auch für Honig. Es lohnt sich die Inhalts­stof­fe von Fer­tig­tees genau zu stu­die­ren, denn auch bei Tees gibt es fin­di­ge Pro­dukt­ent­wick­ler, die uns ger­ne Zucker­er­satz wie Trau­ben­zu­cker, Mal­to­d­ex­trin oder Iso­mal­tu­lo­se unter­ju­beln. 
  • Loser Tee – zum Bei­spiel aus der Apo­the­ke oder Dro­ge­rie – ist beson­ders wir­kungs­voll. Lasst euch ruhi­ge von eurem Apo­the­ker bera­ten, auch Tee­mi­schun­gen kön­nen bei vie­len Lei­den super hel­fen! 
  • Als Grün­spatz-Mama kau­fe ich Tee ent­we­der direkt in der Apo­the­ke oder sehr ger­ne auch bei Son­nen­tor.
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